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Roter Hintern was tun?

Ahnungslos öffnet man die Windel und plötzlich leuchtet einem ein feuerroter Hintern entgegen! Schätzungsweise zwei Drittel aller Babys werden mindestens einmal von einer Windeldermatitis geplagt. Warum? Was habe ich falsch gemacht? Was kann ich tun? Dreh und Angelpunkt ist der Darm. Störungen in der kindlichen Mikroökologie sind ganz erheblich mitverantwortlich für das Auftreten der Windeldermatiden. Doch auch externe Ursachen sind zu finden. Es ist immer gut beides zu berücksichtigen.

Risikofaktoren:

  • lange Intervalle zwischen Windelwechseln – durch Windeln die sich ständig trocken anfühlen und zu dicht schließen wird man verleitet zu selten zu wechseln. Die Amoniakdämpfe sind aber vorhanden, schädigen die Haut und bieten eine optimale Grundlage für den Keimwachstum und eine zusätzliche Pilzinfektion.
  • Störungen der kindlichen Darmflora – die kindliche Darmflora wird erst nach der Geburt aufgebaut. Der erste Kontakt mit wichtigen mikrobiellen Siedlern stammt normalerweise aus der mütterlichen Scheidenflora. Durch übertriebene Hygienebemühungen im Rahmen der Geburt erhalten Babys anstelle wichtiger Fäkalflora häufig eher Keime der Krankenhausumgebung. Auch per Kaiserschnitt geborene Kinder haben mikroökologisch gesehen einen schlechteren Start.
  • Ernährungsumstellung- Muttermilch lässt sich nicht künstlich nachbilden dies gilt auch für die in der Darmflora wirksamen Bestandteile. Besonders wichtig sind die Säuerungskeime. Auch die erste Beikost verändert den PH Wert von Harn und Stuhlgang. Obstsäfte, Zitrusfrüchte, Tomaten und Erdbeeren wirken sich auf Grund Ihrer Säure negativ aus.
  • Durchfallserkrankungen und allgemeine Infekte gehen mit einer gestörten Darmflora, einem reduziertem Immunsystem und einem veränderten PH Wert einher. Dasselbe gilt für das Zahnen.

Maßnahmen:

  • häufigen Windelwechsel, eventuell die Marke wechseln, Babys so viel wie möglich ohne Windeln strampeln lassen.
  • Hautplege mit hochwertigen Pflegeprodukten wie z.B. Lasepton, Bepanthen, Weleda Calendula … Cremen immer dünn und erst beim anziehen der Windel auftragen um Luft an die Haut zu lassen. Wenn sich bereits offene blutige Stellen gebildet haben so empfehlen wir im babymio einen dicken Salbenverband mit Inotyol Salbe. Bei hartnäckiger Dermatitis an eine zusätzliche Pilzinfektion denken. Ob eine  Pilzcreme verwendet werden soll müssen Sie mit Ihrem Arzt abklären.
  • Sitzbäder oder Waschungen – sehr gut hat sich Schwarz- und Salbeitee bewährt. Einfach eine Tasse kochen ins Badewasser geben oder mit dem abgekühlten Aufguss die betroffenen Stellen betupfen, trocknen lassen und erst bevor man wieder die Windel anzieht cremen.
  • Stärkung der Darmflora durch bewusste Ernährung und eventuell gezielte orale Zufuhr fehlender Mikroorganismen wie z.B. Lactobact, Lactobasan, Symbiolact oder Probiotic. Bitte besprechen Sie die Einnahme mit Ihrem Kinderarzt. Oft verschwinden mit diesem Ansatz auch erste Hautekzeme, ständige Infekte und sogar Koliken.
  • Lasertherapie mit einem Low Lewel Laser verbessert und beschleunigt die Heilung der Haut und wirkt schmerzlindernd. Wir im babymio verwenden diesen Laser bereits  für wunde Brustwarzen, Episiodomie- und Sectionarben sowie Windeldermatitis und zur Akupunktur.

Mit der Kombination solcher lokaler Maßnahmen und einer gezielten Darmtherapie ist schnell wieder Ruhe in der Windel.

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