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Vorbereitung auf das Stillen

In der Schwangerschaft gibt es viele Veränderungen im Körper und in der Seele der Frau. Nachdem die neue Situation angenommen werden kann beschäftigt einem vor allem die Geburt. Hier finden wir Angst, Neugierde, Freude, Ungeduld und vieles mehr mit dem sich ausführlich in der Geburtsvorbereitung auseinander gesetzt wird. Doch die Geburt ist nur ein Tag und nur ein Plus oder Minus im Leben. Mit der Geburt des Kindes geht es mit den neuen Herausforderungen erst richtig los.

Auf die Frage: „ Möchtest du Stillen“ antworten die meisten mit: „Ja wenn es geht“.

Stillen ist keine Technik, Stillen ist eine Kunst. Es ist als ob man miteinander tanzen lernt. Der Eine ist musikalisch der Andere nicht. Bei den meisten dauert es bis zu 3 Wochen bis es sich eingespielt hat. Dazwischen liegen oft viele Probleme und Schmerzen, denn Stillen ist nicht immer schön und macht nicht immer glücklich. Was kann man im Vorfeld tun

1. Geburtsvorbereitung

2. gute Literatur

3. Kontakt zu einer Stillberaterin herstellen

4. Brust auf das Stillen vorbereiten

5. den Partner vorbereiten

6. Umgebung auf das Stillen vorbereiten

7. Stillgruppe

1. Geburtsvorbereitung

Eine gute Geburtsvorbereitung enthält das Thema Stillen. Hier wird man über die Vorteile bis hin zur Anlegetechnik und auftretende Probleme mit deren Lösungen informiert. Da das Thema viel Theorie enthält ist es schwer für die werdenden Mütter alles zu behalten.

2. gute Literatur

Es ist wichtig das man sich gute Literatur zulegt. Ich empfehle „das Stillbuch „ von Hanni Lohtrop, welches sehr ausführlich ist und den << Wegbegleiter für Eltern nach dem Wochenbett>> von Sandra Mohilla, der gut zusammengefasst die Dinge auf den Punkt bringt.  Beide Bücher sind sehr Praxisnah und wirklich gute Hilfen wenn Probleme anstehen.

3. Kontakt zu einer Stillberaterin herstellen

Es ist sehr gut wenn ich schon in der Schwangerschaft Kontakt mit einer Stillberaterin aufnehme. Meistens beraten sie einen telefonisch und daß auch um 23:00 Uhr. In schwierigen Fällen machen sie auch Hausbesuche. Erkundigen Sie sich über die Abrechnung, ich habe die Erfahrung gemacht das sie sehr viel Wissen und Idealismus haben und in der Verrechnung sehr kulant sind. Das Netz der IBCLC ( geprüfte Still und Laktationsberaterinnen ) ist sehr dicht und es gibt bestimmt auch eine in Ihrer Nähe. Oft haben auch Hebammen diese Ausbildung. Ärzte wissen über das Stillen nur sehr wenig Bescheid und sind oft froh wenn ihnen Therapie- und Medikamentenvorschläge gemacht werden.

4. Die Brust auf das Stillen vorbereiten

Gehen Sie vor den Spiegel und betrachten Sie Ihre Brust. Was hat sich verändert? Meist ist Sie in der Schwangerschaft größer geworden doch die Größe sagt nichts über die Milchbildung aus. Auch kleine Brüste können viel Milch erzeugen.  Die Farbe des Warzenhofes und der Warze ist jetzt dünkler. Stehen die Brustwarzen nach vor, dann wird sie das Kind sicher gut fassen können und Sie sollten zur Abhärtung nur immer wieder ohne BH gehen. Die leichte Reibung an der Wäsche reicht schon aus. Es wird nicht mehr empfohlen die Warze  abzurubbeln da sonst vielleicht Risse oder kleine Verletzungen entstehen. Sind die Brustwarzen flach, oder vielleicht sogar nach innen gezogen dann versuchen Sie ob Sie sie mit Daumen und Zeigefinger herauszwirbeln können. Zeigen sie Ihre Brust schon in der Schwangerschaft einer Stillberaterin. Diese wird Ihnen vielleicht ein Brustschild raten welches in den BH eingelegt wird und die Warze nach vor drückt ( z.B. von Medela) Bei vielen Frauen ist die Warze in der Schwangerschaft  besonders empfindlich, aber das legt sich nach der Geburt.

5. Den Partner vorbereiten

Jede Frau wird sich mit dem Stillen schwer tun, wenn der Partner nicht voll hinter diesem Entschluss steht. Auch er soll über die Vorteile des Stillens bescheid wissen und sich klar darüber sein das Sie seine ganze Unterstützung brauchen. Gerade am Anfang ist es Ihre einzige Aufgabe Ihr Kind zu ernähren und das alle 2 Stunden bei Tag und Nacht, über mehrere Wochen hin. Ihr Partner soll bereit sein Aufgaben im Haushalt zu übernehmen oder zu organisieren, die Erwartungen an seine eigenen Freizeit vorerst herunter zu setzen und kurzfristig akzeptieren, dass die Partnerin sich jetzt hauptsächlich um das Baby kümmern muss. Die Babypflege wie wickeln und Baden sind vorerst seine Aufgabe und wie wäre es mit einer Papa-Baby-Wanderung mit Tragetuch damit Mama sich ein bisschen ausschlafen kann?

Auch wenn Väter das Gefühl haben jetzt als Ernährer besonders gefordert zu sein, wäre es wichtig die ersten Monate weniger zu arbeiten und keine Überstunden zu machen. Bereiten Sie ihr Arbeitsumfeld schon während der Schwangerschaft darauf vor und delegieren Sie. Die Zeit ist schnell vorüber und kommt nicht wieder.

Sie investieren in die Zukunft Ihres Kindes.

6. Umgebung auf das Stillen vorbereiten

In unserer Kultur ist es noch nicht ganz selbstverständlich wenn eine Mutter Ihr Kind immer und überall stillt. Gerade die Generation unserer Eltern hat Ihre Probleme damit. Ihnen wurde vom Stillen abgeraten, ein 4 Stunden Rhythmus und getrennte Schlafräume empfohlen. Wie jede Generation haben sie versucht ihr Bestes zu tun aber heute gibt es neue Erkenntnisse und wir müssen danach handeln. Übrig bleibt das wir leider in unserem Aufwachsen Stillen nicht gesehen haben und unsere Eltern uns meistens als Berater ausfallen. Teilen Sie Ihrer Umgebung  liebevoll aber bestimmt Ihren Beschluss mit, bitten Sie sie um Ihre Mithilfe und lassen Sie sich nicht verunsichern.

7. Stillgruppe

Sicher gibt es in Ihrer Nähe eine Stillgruppe in der sich stillende Mütter ein oder zweimal monatlich treffen um sich unter Anleitung einer Fachperson auszutauschen. Fragen Sie, ob Sie auch schon in der Schwangerschaft einmal auf Besuch kommen dürfen, um die Realität mit allen schönen und schwierigen Seiten zu spüren. Oft gelingt es einem nämlich nicht in den ersten zwei Monaten an diesen Gruppen teilzunehmen und gerade da gibt es die meisten Schwierigkeiten.

Wenn Sie nur Stillen wollen „ Wenn es leicht geht „ dann werden Sie bald an Ihre Grenze kommen. Doch für die, die wir Lieben wollen wir kämpfen und mehr in Kauf nehmen. Wir zahlen damit auf ein Konto das wir nicht gleich lehren können aber Ihre Kinder können von den Zinsen sehr gut leben. Wir investieren in die Zukunft und welche Eltern wollen nicht das Beste für Ihr Kind. Bereiten Sie sich vor!

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