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Die Rolle des Mannes in der Geburtshilfe

Bisher war es in keiner Kultur üblich, daß Männer in das Geburtsgeschehen eingebunden wurden. Heute wird von unserem Partner wie selbstverständlich erwartet, daß er uns bei der Geburt begleitet.
Warum gibt es diese Entwicklung und ist sie positiv?
Manche Männer freuen sich auf die Geburt, wollen auf jeden Fall dabei sein und finden sich leicht in Ihrer Rolle und mit Ihren Aufgaben zurecht. Bei vielen gibt es jedoch große Unsicherheiten über das was zu tun ist und sie schieben Ihre Aufgabe möglichst beiseite nach dem Motto „Augen zu und durch“.  Hier kann es dann passieren, dass sich die Frau bei der Geburt sehr allein gelassen fühlt und sogar kleine Narben im Vertrauen zueinander zurückbleiben.

Wie sieht nun die Rolle des Mannes bei der Geburt aus? Dazu müssen wir wissen das Gebären für eine Schwangere öffnen, loslassen und kreisen heißt.
Vereinfacht finden wir bei der Geburt drei wichtige Hormone:
Oxidocin – sorgt für die Kontraktion der Gebärmutter und ist somit bei der Geburt für die  Wehentätigkeit zuständig. Es sorgt allerdings auch beim Geschlechtsverkehr für den Orgasmus und später beim Stillen dafür, daß die Milch aus der Brust rinnt. Oxidocin ist ein Liebeshormon und wird besonders gut bei zärtlichen Berührungen ausgeschüttet.
Endomorphine – sind körpereigene Schmerzmittel die uns „kreisen“ lassen, sie sogen dafür, daß wir die Wehen ertragen und uns öffnen können. Mit einer guten Atemtechnik können Sie besser fließen und wir Frauen besser „kreisen“.
Adrenalin – ist der Gegenspieler, wir haben es bei Stress und Angst im Blut. Adrenalin stoppt Oxidocin und Endomorphine!

Was heißt dies für uns Frauen. Früher fand die Geburt zuhause statt, in der bekannten Umgebung mit vertrauten Menschen. Hier war die Frau es gewohnt sich zu öffnen, Oxidocin und Endomorphine konnten gut fließen.

Heute entbindet man im Krankenhaus, die Umgebung ist einem fremd und meist kennt man weder Hebamme noch Arzt. In dieser Situation soll man sich nun öffnen und „kreisen“. Doch das Unbekannte macht uns vorsichtig und ängstlich ( Adrenalin )es gelingt einem nicht immer sich vertrauensvoll hinzugeben.

Hier beginnt die Rolle des Mannes. Er ist meine Heimat im Kreissaal. Ich  bin es gewohnt mich bei Ihm zu öffnen. Er ist der Fels in der Brandung der neben mir steht damit ich „kreisen“ kann, ich fühlen mich beschützt – Endomorphine werden freigesetzt. Auch wenn da eine Tür aufgeht und eine fremde Person ins Zimmer kommt, ich brauche mich um nichts zu kümmern denn mein Partner ist da – er hält Adrenalin fern. In den Wehenpausen massiert er mich, er küsst mich und sagt mir wie gut ich es mache – durch seine zärtliche Berührung wird Oxidocin ausgeschüttet. So ist der Mann der natürliche Wehentropf, unser Schmerzmittel und der Fels in der Brandung an dem alle Gefahren abprallen.

Da die Hebammen leider immer weniger Zeit für die emotionale Betreuung  der Frau haben wird der Mann in der Geburtshilfe immer wichtiger. Wenn Männer also Ihre Rolle bei der Geburt genau kennen und gut darauf vorbereitet sind erfahren die Frauen eine enorme Unterstützung die sogar entscheidend sein kann für eine natürliche Geburt oder einen Kaiserschnitt!

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