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Zurück zur Normalität!

Wir haben uns gerne und wir wünschen uns ein Kind damit alles perfekt wird doch dann stellen wir fest – es läuft ganz anders als erwartet!

Die Wissenschaft spricht von einer natürlichen Krise nach der Geburt des ersten Kindes. Der Übergang von der Paarbeziehung zur Familie ist oft schwieriger als erwartet. In dieser Zeit zerbrechen viele Partnerschaften.
Wie kann man aus dieser Krise gestärkt hervorgehen?
Wichtig ist, dass man darauf vorbereitet ist.

Die Geburt hat einen Energiebedarf eines Marathonlaufes und die Mutter braucht viel Erholung. Leider ist uns das Wochenbett abhanden gekommen und wir Frauen versuchen so schnell wie möglich wieder fit und perfekt zu sein.
Das Kind hat einen anderen Schlaf- Wachrythmus und will alle 2-3 Stunden gestillt werden. Dies führt zu einem extremen Schlafmangel. Vielleicht hat es auch Bauchweh oder andere unerklärliche Weinphasen. Auf jeden Fall hat man es sich anders vorgestellt. Statt überglücklich, ist man erschöpft, gereizt, völlig am Ende und man hat das Gefühl nichts mehr im Griff zu haben, so wie früher!
Ich will zurück zur Normalität – als ich noch Dinge planen konnte, als ich meinen Haushalt, neben Vollzeitbeschäftigung, toll im Griff hatte und als ich noch jeden Tag frisch geduscht war. Es plagen einem große Selbstzweifel und wie immer laden wir es gerade bei dem Menschen ab den wir eigentlich lieben – unserem Partner. Doch auch der ist überfordert, auch er hat Schwierigkeiten mit dem neuen Rhythmus. Er weiß dass es seiner Frau schlecht geht, aber er kennt keine Lösung und das ist ein schlimmer Zustand für einen Mann.

Waren Sie auf das Leben als Familie vorbereitet?

  • Wie ist der Abstand der Generationen in Ihrer Familie?
  • Wie lange war Ihr „kinderfreies Leben“?
  • Wie groß ist der Altersabstand zu Ihren Geschwistern?
  • War Familienbildung ein Thema der Geburtsvorbereitung?
  • Haben Sie Freunde mit Babys?

Leider wurde eine Generation ausgelassen so haben wir heute oft 30 Jahre lang kein Baby mehr im Arm gehabt. Unsere Geschwister sind oft nur um weniges jünger und so fehlt uns auch da  Erfahrung. In der Großfamilie haben die größeren Geschwister auf die kleinen aufgepasst und die Jüngsten haben oft miterlebt wie die große Schwester Ihr Kind bekam. So blieb man ständig mit Babys in Kontakt und es gab immer Helfer am Nest. Es war nie üblich, dass eine Mutter sich 24 Stunden alleine um Ihr Kind kümmern musste.

Die „Krise der Anfangszeit“ der Mütter:

  • Wechselhafte Gefühle – Angst, Verzweiflung, Glück!
  • Weniger Freizeit, Verlust von Sozialkontakten – Einsamkeit!
  • Finanzielle Einschränkung und das Gefühl der Abhängigkeit!
  • Wenig Selbstbestätigung und Abwechslung!
  • Neue Beziehung zur Herkunftsfamilie beider Seiten!

Nach der Geburt sind wir Frauen hormonell sehr instabil. Der Schlafmangel gibt uns den Rest. Leider ist die Erwartung an uns selbst sehr hoch und wir schaffen es schwer, nicht perfekt zu sein. Am Anfang wäre es unsere einzige Aufgabe das Kind zu stillen und uns zu erholen. Die Rahmenbedingungen dafür fehlen jedoch.

Noch vor ein paar Wochen standen wir im Arbeitsleben, trafen unsere Freunde und wir waren finanziell unabhängig. Nun müssen wir unsere Bestätigung im Windelwechseln finden, unsere Freunde leben plötzlich ein anderes Leben und ich muss darauf vertrauen, dass der Partner uns versorgt.

Mit der Geburt des Enkelkindes kommen auch die Großeltern beider Seiten ins Spiel. Und auch hier bieten sich einige Konflikte.

Die Schwierigkeiten mit der Vaterrolle:

Auch wenn heute sehr viel von Väter-Elternzeit gesprochen wird, so zeigen die Zahlen doch, dass dies noch sehr schwierig ist, auf viel Unverständnis stößt und deshalb wenig genutzt wird. Da man heute eher später Vater wird haben Männer auch Angst vor einem Karriereknick und arbeiten nach der Geburt eines Kindes eher mehr. Sie verspüren auch oft einen vermehrten Druck durch die Ernährerrolle. Nun kann der Job nicht mehr einfach hingeschmissen werden nun muss man Dinge akzeptieren die man früher abgelehnt hätte.

Der Mann muss seinen Standort im Familiengefüge finden. Was ist heute noch ein Mann? Was ist ein guter Vater? Die klaren Rollen früherer Zeiten sind aufgebrochen.

Herausforderung an die Partnerschaft:

In der ersten Zeit sollen sie partnerschaftliche Abstimmungsprozesse bewusst gestalten. Ich helfe Dir, genügt nicht. Stellen Sie konkrete Pläne auf. Führen Sie Rituale ein. In Umbruchszeiten geben Rituale Sicherheit, wie ein Stiegengeländer an dem man sich festhalten kann. Gerade Feiertage bieten immer wieder Enttäuschungen. Jeder von uns hat es anders gelernt und gelebt, wie, was, wann und wo sein soll. Nun stimmen oft die Erwartungen von beiden Seiten nicht überein. Sprechen Sie über Ihre Vorstellung und kreieren Sie Ihr gemeinsames Familienfest. In dieser schwierigen Phase ist es auch gut einmal die „Kommunikation miteinander“ zu überprüfen.

Dazu ein paar Tipps:

Anklagen führen meist zu Abwehr und so ist es immer besser von seinen Wünschen und Gefühlen zu sprechen, als den anderen zu beschuldigen.

„Ich brauche Dich zur Zeit sehr, weil ich es alleine nicht schaffe“ – wird mehr Erfolg haben als: „ Jeden Tag kommst Du zu spät nach Hause, wie es mir geht ist Dir egal, Du kümmerst Dich nicht um Deine Familie“ ………

Wir neigen auch dazu immer alles  mit einem speziellen Ohr zu hören. Vielleicht ist es ganz anders gemeint?

Frauen wünschen sich, dass Männer Ihnen Ihre Wünsche von den Augen ablesen doch Männer verstehen Dinge nicht die wir zwischen den Zeilen verstecken.

Versuchen wir doch, unsere Wünsche klar zu formulieren und wir werden überrascht sein was dann passiert.

Männer wiederum neigen dazu Diskussionen zu versachlichen. Dies ist oft sehr hilfreich aber der Tod jeder guten Beziehungsdiskussion. Sprechen Sie von Gefühlen damit auch die Liebe zum Ausdruck kommt.

Arbeiten Sie gemeinsam an der veränderten Sexualität, planen Sie den Sex. Verpassen Sie nicht den Wiedereinstieg und sprechen Sie darüber wie es Ihnen geht.

Ihr Kind wünscht sich eine stabile Familie in der Mama und Papa ein Liebespaar sind!

Auch wenn man es sich anders vorgestellt hat gilt es die neue Situation anzunehmen. Und glauben Sie mir: Es wird besser!

Ein Kind ist ein wunderbares Geschenk und es bereichert unser Leben in einem Ausmaß, wie es kaum durch etwas anderes möglich ist. Auch wenn der Übergang von der Paar- zur Familienbeziehung eine Krisensituation ist, steckt sehr viel Reifungspotential in dieser Situation. Doch das wichtigste Vorbild für Ihre Kinder ist:

Die lebendige Liebe Ihrer Eltern !

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